Heizlast für ein Badezimmer bestimmen

Die benötigte Heizlast eines Badezimmers kann man über eine Abschätzung bestimmen, die auf Erfahrungswerten beruht. Wer sich unsicher ist, sollte immer einen Fachmann zur Rate ziehen.

Die Heizlast, die für ein Badezimmer benötigt wird, hängt von drei Faktoren ab:

  • Grundfläche des Raumes
  • Dachschrägen
  • Art des Hauses (Neubauch, Altbau, wärmegedämmter Altbau)

Für Neubauten und wärmegedämmte Altbauten nimmt man einen Erfahrungswert von 100 Watt/qm.
Bei ungedämmten Altbauten verwendet man 150 Watt/qm.

Da die Komforttemperatur bei Bädern höher liegt als in anderen Räumen, schlägt man noch mal 10% darauf.

Hat der Raum Dachschrägen, so werden 20 % abgezogen.

 

Beispiel Rechnung Heizlast:

Badezimmer im Erdgeschoss (ohne Dachschrägen) mit einer Grundfläche von 8 qm in einem Neubau.

8 qm *100 Watt /qm * 1,1 = 880 Watt

Diesen Wert sollte ihr neuer Handtuchheizkörper erfüllen (oder in Summe mehrere kleinere).

 

Die nach dieser Abschätzung bestimmten Werte beziehen sich auf ein Heizungssystem mit 75°C Vorlauftemperatur und 65°C Rücklauftemperatur (EN 442). Ist in Ihrem Haus ein anderes Heizungssystem verbaut, so muss as Ergebnis noch mit einem Korrekturfaktor multipliziert werden:

Vorlauftemperatur: 70°C / Rücklauftemperatur 55°C = x 1,24

Vorlauftemperatur: 55°C / Rücklauftemperatur 45°C = x 1,94

Neu eingebaute sowie nachgerüstete Heizungssysteme sind heute nach der Wärmeschutzverordnung so auszulegen, dass sie eine Vorlauftemperatur von 70°C und eine Rücklauftemperatur von 55°C verwenden.

 

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