Richtig Heizen im Badezimmer

Im Badezimmer verbringt man verhältnismäßig wenig Zeit. Deswegen kann man sich die Frage stellen, ob man diesen Raum auch so warm halten muss wie die anderen Wohnräume. In Zeiten von steigenden Energiepreisen wäre es natürlich schön hier ein wenig Kosten sparen zu können. Gegen ein vollständiges Ausschalten der Heizung spricht, dass man sich  eher leicht bekleidet im Badezimmer aufhält und zusätzlich, dass dort auch meist die Handtücher zum Trocknen aufgehängt werden. Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte, so dass in kalten Badezimmern die Handtücher eher klamm bleiben. Auch die Schimmelbildung sollte man im Auge behalten, denn an kalten Wänden schlägt sich Feuchtigkeit nieder, von der es im Badezimmer ja viel gibt, und kann dort zur Schimmelbildung führen.

Richtiges Lüften im Badezimmer

Schauen wir uns also zunächst einmal an, wie man im Bad richtig lüftet, um die Feuchtigkeit aus dem Bad zu bekommen. Diese Lüften unterscheidet sich nicht sonderlich von dem Lüften in anderen Räumen. Man sollte immer Stoß lüften, das heißt, die Fenster für kurze Zeit weit aufreißen und nicht für längere Zeit nur einen kleinen Spalt aufklappen. Ideal wäre es noch, wenn man einen Durchzug herstellen kann, in dem man zwei gegenüberliegende Fenster öffnet, so dass die aufgeheizte Luft, die viel Feuchtigkeit enthält, aus der Wohnung ziehen kann. Das Besondere am Lüften im Badezimmer ist der Zeitpunkt, da man diesen am Besten direkt nach dem Duschen/Baden wählt. Wer es einrichten kann, sollte auch einige Stunden später noch einmal Stoß lüften, wenn die Feuchtigkeit aus den Handtüchern in die Luft verdunstet ist.

Richtiges Heizen im Badezimmer

Wie schon oben erwähnt, ist man im Badezimmer eher leicht bekleidet, so dass die Komfort-Temperatur höher liegt als in anderen Wohnräumen. Erfahrungsgemäß liegt diese bei 21° bis 24° C. Da die Nutzung im Badezimmer recht gut vorhersagbar ist, lassen sich Heizkosten sparen, indem man eine Zeitsteuerung für die Heizung verwendet. Elektrische Heizungen haben oft eine Zeitsteuerung integriert, die für diesen Zweck gut genutzt werden kann. Für Heizungen, die an die Zentralheizung angeschlossen sind, empfiehlt sich der Einsatz eines Thermostats. Dieser stellt sicher, dass der Heizkörper den Raum konstant auf eine bestimmte Temperatur wärmt. Ist der Thermostat auch programmierbar, so können für verschiedene Tageszeitpunkte verschiedene Temperaturen vorgegeben werden. So kann die Temperatur im Badezimmer tagsüber, wenn die Bewohner bei der Arbeit sind, und nachts, wenn alle schlafen, abgesenkt werden. Allerdings sollte die Temperatur nicht zu niedrig eingestellt werden, damit sich der Raum nicht zu sehr abkühlt, denn ein erneutes Aufwärmen kostet mehr Energie, als durch die Herunterregelung eingespart werden kann. Ein Absenken von 2-3°C reicht aus und man kann etwa 12% Heizenergie einsparen.

Zusammenfassung

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass man die Heizkörper im Badezimmer tagsüber und nachts, wenn das Badezimmer nicht benutzt wird, nicht komplett ausschalten sollte, da der Raum so zu sehr abkühlen würde und ein erneutes Aufheizen mehr Energie kostet, als ein durchgehendes Beheizen. Außerdem kann sich so Feuchtigkeit an den Wänden niederschlagen und zur Schimmelbildung führen. Auch die nicht gut trocknenden Handtücher sprechen gegen so ein Vorgehen. Das Absenken um wenige Grad kann aber zu einer Energieeinsparung führen und kombiniert mit richtigem Lüften, um die Feuchtigkeit aus dem Raum zu bekommen, ist dies zu empfehlen. Wer dies manuell nicht machen möchte (oder das Ein-/Ausschalten ab und zu vergisst), kann die Steuerung von einem Thermostat durchführen lassen. Die recht geringe Investition kann sich schon nach wenigen Monaten der kalten Jahreszeit rentieren. Wer einen elektrischen Handtuchheizkörper kaufen möchte, kann einen mit digitalem Thermostat oder mit 2-Stunden Timer nehmen.

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